Direkt zum Seiteninhalt

Winterquartier, Teil1 bis 2026.02.08 - Gaby Guth

29. November 2025 bis 7. Dezember 2025
29.11. bis 01.12.2025 Samstag bis Montag; Anreise und erster Tag in Sanary sur Mer
Eine wahrlich sehr intensive Zeit liegt hinter uns. Neun Monate, praktisch ohne Unterbruch, Anspannung pur und viel um die Ohren.
Entsprechend haben wir diese verdiente Auszeit herbei gesehnt.
Wie immer sind wir in zwei Tagen angereist. Bei 3° C sind wir zu Hause los gefahren und haben die erste Nacht in Villefranche sur Saône, im Camping Car Park, direkt an der Saône, verbracht. Nach 12 Stunden (richtig gelesen) erholsamem und tiefen Schlaf fuhren wir am Sonntag direkt den Camping Mocador in Sanary sur Mer an, wo wir von unseren Freunden bereits sehnsüchtig erwartet wurden.
Der Montag verwöhnte uns mit Sonne bei 13°C (am Schatten gemessen) und unser erster Weg führte uns an den schönen Hafen, vorbei an ganzjährig blühender Flora.
05.12.2025 Freitag; Le Castellet Village
Unsere erste Rollertour führte uns heute - bei strahlendem Wetter - nach dem malerischen Städtchen Le Castellet Village - village médiéval. An oder auf der Rennstrecke (Formel 1 und Fun-Rennen) waren wir schon viele Male, jetzt hat uns das kleine Städtchen angezogen. Es liegt auf bis 503 M.ü.M und zählt mit dem "Umgelände" fast 5'300 Einwohner. Den Kern dieses kleinen Dorfes bilden dutzende kleine und kleinste Läden, wo von Süssigkeiten über Schuhe und Kleidung auch "Kunst" und Kunstvolles angepriesen wird.
07.12.2025 Sonntag; Sanary sur Mer
Wir dürfen uns wieder daran gewöhnen, dass hier KEIN grauer Deckel herrscht und dass die Temperaturen weitaus angenehmer als zu Hause sind. Heute werden 18°C erwartet. Der Himmel - azur - !
A propos "Waldsterben etc." - hier wachsen und blühen, direkt an der Strasse, die schönsten Pflanzen und auch die Mandarinenbäume tragen Früchte.
08. Dezember 2025 bis 14. Dezember 2025
08.12.2025 Montag; La Seyne sur Mer
Grosseinkauf mit dem Roller im Auchan in La Seyne sur Mer. Wir haben eine "Wiederaufladbare" SIM-Karte für € 10 gekauft und gleich auf unserem "alten" iPhone einrichten lassen. Der Verkäufer war wirklich sehr freundlich und geduldig und hat letztendlich dann auch € 10 zugesteckt bekommen für seine Hilfe. Diese iPhone benötigen wir ausschliesslich für "Google maps" zum Navigieren, wenn wir mit dem Roller oder mit den E-Bikes unterwegs sind.
09.12.2025 Dienstag; Toulon
Das Wetter verwöhnt uns wirklich. Heute sind wir mit dem Roller nach "La Seyne sur Mer" gefahren und von dort mit dem "Wasserbus" in den Hafen von Toulon. Wieder vorbei an den grossen Militärschiffen auf der einen Seite und an den grossen Fähren nach Korsika und Sardinien. Unser heutiges Ziel war "Les Halles". Bis vor Viereinhalb Jahren war das eine Markthalle, wie diese in Frankreich noch zahlreich anzutreffen sind. "Les Halles municipales" beherbergt heute kleine und kleinste Verpflegungsstände, wo Spezialitäten aus aller Herren Länder und rund um den Erdball angeboten werden. Beim Eintreten in diese Halle wird man von exotischen Düften umworben und fast erschlagen und es ist empfehlenswert, die Hallen nicht mit leerem Magen zu betreten. Wir haben auf jeden Fall unsere kleine "Lachspfanne auf Safranreis und Ofengemüse" sehr genossen. Überall in den Hallen befinden sich Essplätze wo man sich niederlassen und Essen kann.
10.12.2025 Mittwoch; Sanary-sur-Mer
Jeweils Mittwochs findet der wirklich grosse Markt statt. Wer noch keinen "Hausrat" hat oder diesen erneuern will, findet hier wirklich ALLES. Selbstverständlich haben auch die täglichen Marktfahrer ihre Fleisch-, Fisch-, Käse-, Früchte- und Gemüse-Stände aufgestellt und für das leibliche Wohl findet man auch allerlei Feines.
11.12.2025 Donnerstag; Toulon
Schon seit längerer Zeit hatten wir Probleme mit unserem Helm-Sprechfunk. Jetzt konnten wir uns - trotz Update und neuer Firmware - nicht mehr verbinden und mussten uns mit  "Klopfzeichen" verständigen. Unser favorisierter Händler in Frankreich (in ganz Frankreich mit einem guten Netz vertreten) ist Dafy Moto, welchen wir in Toulon angesteuert haben.
Und weil unsere Helme über 10 Jahre alt waren, haben wir diese gleich mit ersetzt. Sicherheit geht halt über alles und selbstverständlich vor. Also zwei neue Helme und gleich vor Ort verbaut und eingerichtet - SENA SR2 - Helmfunk. Jetzt haben wir das selbe Kommunikationsmodell wie in unseren Fahrradhelmen. SENA hat sich auch dort mehr als bewährt. Das ist ja schon was ganz anderes, wenn man ganz normal und ohne störende Geräusche (ausser natürlich dem Verkehr) mit einander sprechen kann. Eine Investition die sich mehr als gelohnt hat und nach so langer Zeit durchaus ihre Berechtigung hatte. Die Beratung war - wie übrigens in allen Dafy Moto-Geschäften - Eins A und der Service exzellent.
12.12.2025 Freitag; Hyères les Palmiers
Gleich am Tag nach unserer Ankunft hat uns Louis mitgeteilt, dass wir dann heute nach Hyères fahren und "den obligaten" Couscous bei "Le Jardin de Saradam" geniessen. Es war wie immer wieder sehr gut. Vater und Sohn haben uns gleich erkannt und uns als "les Suisse" begrüsst.
15. Dezember 2025 bis 21. Dezember 2025
15.12.2025 Montag; Einkaufstag
Bereits im letzten Jahr mussten wir - nach vielen Jahren - auf unsere super "Fleischerin" und ihren Thekenwagen am Markt verzichten, weil sie in "Rente" gegangen ist. Endlich haben einen neuen "Fleischer" entdeckt und sind bis jetzt begeistert. Wir haben gleich für den kommenden Samstag "Ris de veau" bestellt sowie ein schönes "Schweinefilt" gekauft. "Ris de veau" (Kalbsmilke) wird u.a. benötigt für "Königinnen-Pasteten". In der "Ris de veau" "unseres" Fleischers hat es u.a. Morcheln. Später haben wir dann noch den grossen Supermarkt "Hyper E. Leclerc" in La Seyne-sur-Mer angesteuert und unseren Rollerkoffer mit allerlei Feinstem für die nächsten Tage beladen.
17.12.2025 Mittwoch; Grosser Markt in Sanary
Bei gutem Wetter haben wir heute mal wieder den riesigen Markt besucht. Wir sind immer wieder überwältigt ob der Vielfalt der Angebote. Seit wirklich sehr langer Zeit haben wir überall nach Ersatz für unsere in die Jahre gekommenen Windjacken gesucht. Diese hatten wir noch zu Zeiten als ich das zweite Mal in der Alusuisse gearbeitet habe - also vor mehr als 36 Jahren - gekauft. Jetzt endlich sind wir fündig geworden. Wieder eine "Doppeljacke", wobei die gefütterte Innenjacke auch separat getragen werden kann. Kein "Geflatter" mehr an den Ärmeln auf dem Roller. Die Jacken haben sich schon bewährt und das für nur € 49.00 pro Jacke - ein "Schnäppchen" und keine TEMU- oder SEIN- oder andere Billigware aus China. Gute Verarbeitung, saubere Nähte, gute Qualität - einfach toll.
18.12.2025 Donnerstag; Toulon
Natürlich wollten wir unsere neuen Jacken gleich auch für eine grössere Tour ausprobieren und sind mit dem Roller nach Toulon rein gefahren, wo wir unser Gefährt neben dem Haupteingang zur Marinebasis parken konnten. Übrigens, das Fotografieren ist noch immer verboten. Sie haben es wohl selber kapiert, denn jetzt ist das Riesenrad weg, welches vis à vis vom Haupteingang stand und von welchem aus man die besten Fotos in die Anlage rein hätte machen können. Sie haben wohl dazu gelernt - "c'est français".
Da das der prognoszierte letzte schöne Tag in dieser Woche sein sollte, haben wir uns entschlossen im "Kazbah", direkt am Hafen, einen Couscous zu geniessen. Es war auch wieder sehr fein und wir lieben ihn halt einfach.
So langsam hat sich dann der Himmel verdunkelt und wir haben uns auf dem Heimweg gemacht.
19.12.2025 Freitag; Sanary-sur-Mer
Unser Jubiläum ! Heute vor 44 Jahren haben wir uns - anlässlich des letzten Jägerballs, in Büsingen - kennengelernt. Was für eine Zeit ! Da wir nicht wussten, was für Wetter wie heute haben, hatten wir unsere Bestellung fürs Jubiläumsmenü für den Samstag aufgegeben. Heute gabs dann "nur" eine kräftige Gemüsesuppe.
20.12.2025 Samstag; Sanary-sur-Mer
Heute also unser Jubiläumsessen. Rémy hat sich "Bouché à la reine" (Königinnenpasteli) mit Erbs und Rüebli gewünscht. Bei "unserem" neuen Fleischer hatten wir ja bereits frische Kalbsmilke bestellt. Wir kauften dann noch 6 Tranchen Lachs, damit wir "Lachsröllchen" zum Beisammensein bei Tosellis mitbringen können und für unser Frühstück einen Panetone.
Ich hab ja noch nie frische Kalbsmilke verarbeitet. Zuhause habe ich die Pasteli-Füllung immer mit "Brötkügeli" gemacht. Also ein "Novum". Also erstmal "googeln" wie man das zubereitet. Ich hab dann Rémy zum gründlich und lange durchspülen der Milke an die Geschirrspültroge des Campings geschickt, damit wir nicht all unser Frischwasser brauchen. Dann während ~ 20 Minuten im Salzwasser kurz vor dem Siedepunkt kochen und auskühlen lassen. Anschliessend die Sisyphusarbeit mit dem Entfernen der Häutchen. Vermutlich habe ich die Reihenfolge nicht eingehalten, diese war nirgends zu finden. Egal - habs geschafft und die "ausgelösten" Milkestückchen zusammen mit den frischen Champignonscheiben in wenig Olivenöl angebraten. Mit Salz und Pfeffer gewürzt und zusammen mit Vollrahm und Saucenbinder während weiteren 20 Minuten köcheln lassen. Während dessen habe ich die Erbs- und Rüebli-Mischung in Butter gedünstet.
Und damit ich fürs Erwärmen der Pastetli nicht extra den Backofen "aufbauen" muss, habe ich diese auf den Tellerwärmer gestellt.
Es war sehr lecker.
Kalbsmilke ist übrigens eine Delikatesse und enthält viel Kalium und Vitamin C.
22. Dezember 2025 bis 28. Dezember 2025
22.12.2025 Montag; Sanary-sur-Mer
Unsere zweitletzte Woche ist angebrochen und seit einigen Tagen hält uns ein kräftiges Regenband aus Afrika in Schach. Starke Regengüsse lösen sich - allerdings nur teilweise - mit "Sonnenblitzern" ab. Am Abend waren wir bei Louis und Jocelyne eingeladen,  zusammen mit unseren direkten Nachbarn. Wetterbedingt hatte ich also Zeit um einen kleinen Apéro - Lachröllchen - vorzubereiten sowie für den Dessert wieder einen kleinen "versunkenen Apfelkuchen". Unsere Nachbarn heissen Jocelyne und Gérard und werden am 5. Januar auch nach Villeneuve-Loubet, Camping les Maurettes, dislozieren.
Wir haben einen wirklich netten Abend verbracht. Jocelyne (Frau von Louis) hat unseren Nachbarn voller Stolz erklärt, dass Rémy und ich kürzlich unserer Kennenlernjubiläum hatten und dass ich Rémy erst gar nicht wollte, weil er ein Musiker ist. Na - ja - die 44 gemeinsamen Jahre sprechen dann doch für sich.
Ich habe für beide "Mitbringsel" Komplimente erhalten und wurde nach dem Apfelkuchenrezept gefragt.
24. und 25.12.2025 Montag; Sanary-sur-Mer
Nach wie vor hält uns der zeitweise starke und anhaltende Regen eingeschlossen. Das gibt uns Zeit einerseits einzelne Schränke neu zu organisieren und umzuräumen und andererseits ein feines "Heiligabendmenü" zu zaubern. Wohlgemerkt alles aus meiner kleinen WoMo-Küche.
An Heiligabend (24.12.) habe ich das restliche Schweinsfilet in dünne Streifen geschnitten und an einer Rahmsauce zu selber gemachter Röste serviert. Das war sehr lecker.
Am 1. Weihnachtstag (25.12.) habe ich 2 der vier bestellten Rinderfilets zartrosa gebraten und dazu grüne Bohnen im Speckmantel mit einem feinen Kräuterschaum serviert.
27.12.2025 Samstag; La Tour Fondue
Endlich - SONNE. Jetzt muss alles andere - v.a. Büroarbeit - warten. Wir beabsichtigen ja im nächsten Winter unsere Skijacken zu Hause zu lassen und nur noch mit den neuen "Kombijacken" grössere Touren zu unternehmen. Heute also der grosse Check, ob das funktioniert.
Unser heutiges Ziel - "La Tour Fondue" - am äussersten Ende von der "Presque ile de Giens" - rund 40 km von unserem Standort entfernt. Rémy wollte mal eine andere Route, hinter dem "Mont Faron" nach Hyères fahren. Allerdings hat ihm das Navi einen Streich gespielt und so sind wir durch Toulon, vorbei an der Plage von "Le Mourillon" über "Le Pradet", "Carqueiranne", "Les Pesquiers" nach "La Tour Fondue"  gefahren. Der Verkehr hielt sich in Grenzen und so konnten wir unsere Tour doch geniessen. Der Hafen von "La Tour Fondue" war allerdings verweist und hätten wir heute die "Ile de Porquerolle" besuchen wollen, wäre das nicht möglich gewesen. wir haben uns vor Ort etwas die Füsse vertreten, einen Ristretto respektive einen Noisette getrunken und uns auf den Heimweg gemacht.
Auf dem Rückweg hat es dann geklappt und wir sind hinter dem "Mont Faron" - vorbei an "Le Pradet" und "La Garde" via "La Valette-du-Var" - nach "Toulon Ost" und über "Ollioules" nach Hause gefahren.
Unsere Jacken haben sich übrigens mehr als bewährt.
28.12.2025 Sonntag; La Seyne-sur-Mer und Toulon
Die Sonne hat uns endlich wieder gefunden. Heute erwarten uns 18°C (am Schatten gemessen) und ein kitschig blauer Himmel - Traumhaft. Unser heutiges Ziel - La Seyne-sur-Mer und von dort nach Toulon mit dem "Wasserbus" und das zusammen mit unseren neu gewonnenen Freunden Ina und Helmut. Eigentlich haben wir uns schon vorletztes und letztes Jahr auf dem Camping-Platz gesehen und in diesem Jahr näher kennengelernt. Die Chemie hat gleich gepasst. Wir können über wirklich alles offen reden und es macht einfach unheimlich Spass mit diesen beiden "Norddeutschen" Zeit zu verbringen.
Ina und Helmut sind mit ihren E-Bikes in den Hafen von La Seyne-sur-Mer gefahren und wir mit unserem Roller. Dort mussten wir dann allerdings etwas länger auf den "Bus" warten, da dieser am Sonntag nur stündlich fährt. Egal - die Überfahrt haben wir alle sehr genossen. Es lagen auch mehr "Kriegsschiffe" im Hafen und der "Heliporter" (MS L 9015, kann übrigens alle Infos googeln) hatte "umparkiert". Wir gönnten uns dann bei "Kazbah" einen Couscous. Das Restaurant war - bis auf einen Zweiertisch - besetzt und der einzige Kellner war wohl etwas mit der Vielzahl an Gästen etwas überfordert. Wir mussten recht lange auf die Getränke und dann nochmals auf unser Essen warten. Das hat sich aber gelohnt, denn es war wie immer seeeeehr gut. Mit dem 15.10 Uhr-Bus gings dann wieder zurück und wir vereinbarten, dass wir uns im Hafen von Sanary-sur-Mer,
bei Monsieur David, treffen um die Lichter im Hafen zu bestaunen. So fand dann ein wunderbarer Tag einen ebensolchen lichterfrohen Abschluss.
29. Dezember 2025 bis 4. Januar 2026
30.12.2025 Sonntag; La Seyne-sur-Mer
Für heute war wiederum Sonne angesagt - allerdings mit Temperaturen "nur" um die 11°C. Wir waren bei Ina und Helmut eingeladen, die uns zu "Original Deutschen Bratwürsten" eingeladen hatten. Helmut der "Grillmeister" hat vorzügliche Bratwürste und Lammkoteletten gezaubert und es war sehr lecker.
Ich habe dazu vorbereitet und mitgebracht "Käseröllchen", Blattsalat mit farbigen Peperoni, Kartoffelsalat mit meinem neu kreierten Dressing. Wir haben uns wieder vorzüglich und über alles mögliche unterhalten und eine wunderbare Zeit mit diesen Beiden verbracht.

31.12.2025 Mittwoch; Sanary-sur-Mer
Unser letzter grosser Markttag hier - begleitet von einer herrlichen Sonne. Heute haben wir erfahren, dass der Camping im nächsten Jahr massiv aufschlagen wird und dass die ACSI-Karte nicht mehr akzeptiert wird. Na - ja - € 41, ohne Rabatt bei längerem Aufenthalt, sind wir dann doch nicht bereit zu bezahlen. Zwar sind der Hafen von Sanary und der Markt mit nichts zu vergleichen und einmalig schön und auch die Rollertouren in der Umgebung sind vielfältig und toll - wie auch der "Wasserbus" zwischen La Seyne-sur-Mer und dem Hafen von Toulon etc. etc. Schade. Aber der Stellplatz ist eine derartige Preiserhöhung wirklich nicht Wert. Er hat keinen Kiesuntergrund und wenn es nass ist, trägt man den ganzen Dreck, Schlamm, ins WoMo, weil auch kein Gras mehr da ist. Anscheinend wollen sie den Camping modernisieren. Luxuriösere Mobilheime, pro vier Stellplätze ein "Sanitärwürfel" (pro Platz eigenes WC und eigene Dusche), Autos auf einen speziellen Parkplatz ausquartieren und damit den "Verkehr" auf dem Camping einschränken etc.. Ausserdem hat es inzwischen so viele Leute am Hafen, dass Rémy und ich uns nicht mehr wohl fühlen. Zwar ist die Sicherheit enorm mit Polizeipräsenz und massiven Absperrungen - aber das "Geschupse" und "Drängeln" bleibt dennoch. In Rezessionen über Sanary-sur-Mer ist auch vermehrt von "Touristenfalle" zu lesen - was leider immer mehr trifft.
Louis und Joelyne wollten uns und unsere Nachbarn heute Abend einladen - wir haben aber freundlich abgelehnt, weil unsere Nachbarn sehr erkältet sind und wir uns nicht anstecken wollen. So haben wir nach einem feinen Znacht einen ruhigen und gemütlichen Silvesterabend in unserem Tiny-Haus verbracht.
01.01. und 02.02.2026 Donnerstag und Freitag; Sanary-sur-Mer
01.01.2026 Donnerstag: Heute waren wir nochmals ans der Rezeption, da uns betreffend Preis andere Infos zugetragen worden sind. Jetzt haben wir es schwarz auf weiss und per E-Mail bestätigt, dass uns der Camping im nächsten Dezember nicht ganz € 36.00 kosten wird. Wir haben mal provisorisch reserviert von Ende November bis zum 20. Dezember 2026 - also nicht mehr 5 Wochen und nicht mehr über die Feiertage. Nun müssen wir nur noch abklären, wann wir auf den Camping Parc des Maurettes können und ob wir allenfalls einen Zwischenstop auf dem Camping Hypodrome einlegen müssen.
02.01.2026 Freitag: Ein letzter Spaziergang an den Hafen und den Markt um unseren "Früchtevorrat" aufzustocken sowie zu Monsieur David zu einem letzten Espresso. Monsieur David kennt uns mittlerweile so gut, dass Rémy automatisch seinen "Noisette" und ich meinen "café seré". Heute Abend soll mit dem "Lichterfest" und einer "Prozession" der ganze "Lämpchenzauber" abgeschlossen werden und verschwinden. Aber weniger Leute wird es trotzdem danach dennoch nicht geben. Auf dem Camping ist immer noch ein Kommen und Gehen und das ursprüngliche "Schliessungsdatum" vom 1. Januar wurde mittlerweile auf dem 11. Januar verlegt - bis jetzt - andere Infos können durchaus noch folgen.
5. Januar 2026 bis 11. Januar 2026
05.01.2026 Montag; Sanary-sur-Mer - Villeneuve-Loubet-Plage
Mit dem Start der sechsten Woche, endet auch unsere Zeit in Sanary-sur-Mer. Grosse Aufbruchstimmung - auch von Louis und Jocelyne, Gerard und Jocelyne sowie Anke und Michael. Wir alle dislozieren heute nach Villeneuve-Loubet-Plage. Wir waren die letzten die den Platz verlassen haben. Unterwegs auf der Autobahn füllten wir unseren Gasvorrat und waren dann trotzdem die ersten die in Villeneuve-Loubet angekommen sind. Wir waren kaum auf unserem reservierten Platz, Rémy hatte gerade den Roller abgeladen, mauzte ihn schon "Maurette" an, die eigentlich "Bipo" heisst. Diese lautstarke Begrüssung war herrlich und hätten wir vermisst, wenn es nicht so gewesen wäre. Sie nahm dann auch bald "ihren" Platz im WoMo ein und machte sich breit. Kam zum "Schmusen" und "Kuscheln" und wollte gar nicht mehr raus. So allmählich tauchten dann auch die anderen drei Partien auf und richteten sich ein. Wir hingegen gingen mit unserem "Caddy" zum Einkaufen und füllten u.a. unseren Mineralwasser- und Milchvorrat auf.
06.01.2026 Dienstag; Villeneuve-Loubet-Plage
Heute haben Gerard und Jocelyne - uns, wie auch Louis und Jocelyne sowie Anke und Michael - eingeladen. Eine grosse "Tafel" erst aufgebaut vor ihrem WoMo und dann vor unser WoMo gezügelt, weil wir noch Sonne hatten. Eine grosse, gemütliche Runde wo auf Deutsch und/oder Französisch über Brillen, Reiseziele, Erlebnisse und vieles mehr diskutiert wurde. Und natürlich wurde heute - in Anbetracht dessen, dass "Dreikönigs"-Tag ist - der König und auch eine Königin gekürt. Jocelyne (von Gerard) hat verschiedene Königskuchen mit Mandeln oder Schokolade sowie einen Kuchen (ähnlich einem Panetone) aufgetischt und verschiedenste Getränke dazu angeboten. Eine lustige Runde waren wir acht.
07.01.2026 Mittwoch; Villeneuve-Loubet-Plage
Ab dem 18. Januar kommen Flavio und Heidi mit ihrem WoMo für eine Woche nach Villeneuve-Loubet-Plage, auf "unseren" Campingplatz. Wir haben also für Flavio und Heidi ab dem 18.01. bis zum 25.01.26 einen Platz in "unserer" Reihe (i3) reserviert mit der Option auf einen Sonnenplatz "E1" zu wechseln. Auch Franz und Kerstin kommen wieder. Für die Beiden haben wir ab dem 30.01. bis zum 13.02.26 den "E1" reserviert, den sie schon 2024 hatten. Ab dem 13.2. schauen sie dann vor Ort für eine Alternative, weil fast alle Plätze wegen dem Carneval in Nizza (Drittgrösster Carneval der Welt nach Rio de Janeiro und Venedig) belegt sind.
Rémy und ich haben heute - weil Monsieur Yves keine Zusage machen konnte, ob wir bereits am 20.12.26 anreisen können - im Camping de l'Hyppodrome einen Platz ausgesucht, reserviert und gleich die Anzahlung geleistet. Monsieur Yves ist der Besitzer des Camping Park des Maurettes und möchte auch mal ausspannen. Er kann keine Plätze vergeben, wenn niemand da ist, der für Strom, Wasser, Abwasser, Entsorgung etc. sorgen kann. So sind wir also definitiv ab dem 20.12.2026 bis zum 10.01.2027 auf dem Camping de l'Hyppodrome, für 21 Nächte.
08.01.2026 Donnerstag; Villeneuve-Loubet-Plage
Aktuell ist es bei uns auch kühler. Gestern hat es in Grasse, 21 km Luftlinie von uns entfernt geschneit, auch Marseille (180 km entfernt und südlicher gelegen) hat eine zünftige Flockenpracht erhalten und in Paris fahren sie Ski auf der Strasse. Leider ist der ganze, für die Franzosen, unerwartete "Winterzauber" auch mit zahlreichen, zum Teil schweren Unfällen, verbunden.
Heute Morgen (so um die 8 Uhr) lag die Temperatur bei lediglich 2°C. Mittlerweile scheint allerdings wieder die Sonne, heizt unser Tiny-House und hält die Wärme bei 21°C, so dass wir die Heizung abdrehen konnten.

09.01.2026 Freitag; Villeneuve-Loubet-Plage
Hausarztkonsultation via E-Mail: Rémy hat seit einigen Tagen oberhalb der linken Fussfessel eine Verhärtung, die einfach - trotz Essigsaurertonerde - nicht weg will. Auf eine E-Mail, inkl. Fotos der ominösen Stelle, an unseren Hausarzt hat er gleichentags geantwortet und ebenfalls eine Thrombose ausgeschlossen, da Rémy ja schon lange und täglich Blutverdünner einnimmt. Eine empfohlene Salbe haben wir in der Apotheke hier erhalten und Rémy wird diese nun täglich - wie vorgeschrieben - anwenden.
10.01.2026 Samstag; Villeneuve-Loubet-Plage
Wir haben während einem unserer kleinen Spaziergänge entdeckt, dass es ganz in unserer Nähe einen "Grand Frais" gibt (Läden gibts es in ganz Frankreich) und weil Peter (Koch und Hotelier) diese selber und regelmässig für seine Einkäufe aufsucht, haben wir diesen heute angesteuert. DANKE Peter, das war ein sehr wertvoller Tipp. Frische so weit das Auge reicht. Früchte und Gemüse - schöner als auf einem Markt. Eine Käsetheke, die kaum Wünsche offen lässt. Fleisch und Fisch ... unglaublich. Milchprodukte und... und... und... Gemüse übriges aus aller Welt - einfach was das Herz begehrt. Vielleicht etwas teurer als ein Casino, Spar oder Intermarché, aber die Qualität macht das absolut wieder wett.
Eigentlich habe ich mich ja gemütlich eingerichtet, damit ich meine SN digital lesen kann.   Denkste
Rémy hat kaum die Türe zum ausschütteln der Tischsets geöffnet, stand Maurette schon auf meinem Bauch und drückte ihren Kopf an mich.
Später hat sie dann den Platz gewechselt und hat es sich zwischen Rémys Beinen bequem gemacht.
Heute hat mich Erich erst im Messenger, dann im WhatsApp angeschrieben und mich wissen lassen, dass er mit seiner Renate ab dem 14. Januar nochmals in unserer Region ist, weil am 19. Januar voraussichtlich zwei seiner Pferde auf der Rennbahn in Cagnes-sur-Meer laufen. Jetzt klappt ein erstes Wiedersehen nach über 50 Jahren doch noch und ich freue mich sehr.
11.01.2026 Sonntag; Cannes
"Getarnt" als Kleingruppe - 4 Personen - sind wir heute mit Ina und Helmut mit dem Bus nach Cannes gefahren. Anstelle der € 2 pro Person haben wir für 4 Erwachsene nur insgesamt € 6 bezahlt. Den Tag konnten wir allerdings nicht wie ursprünglich angedacht geniessen, da sich Rémy - dank einer sehr dummen Bewegung am Vortag - nur sehr schleppend und schmerzhaft fortbewegen konnte. Also haben wir lediglich ein feines Mittagessen im "New-York New-York" genossen und uns dabei vom kitschig blauen und wolkenfreien Himmel verwöhnen lassen. Die standardmässig installierten und beheizbaren Sitzkissen benötigten wir also nicht.
12. Januar 2026 bis 18. Januar 2026
12.01.2026 Montag; Cannes
Wir haben SEHR aufmerksame Nachbarn hier. Gerard hat gestern mitbekommen, dass Rémy wegen seiner sehr dummen Bewegung Schwierigkeiten mit einer schmerzfreien Fortbewegung hat. Heute morgen hat er an unsere Türe geklopft und wollte Rémy seine Gehstöcke leihen. Dank unserer "Heizsalbe" geht es Rémy allerdings schon etwas besser und er ist nahezu schmerzfrei - wenn er sich sehr sorgfältig bewegt.
13.01.2026 Dienstag; Cagnes-sur-Mer
Heute wurden wir von Louis und Jocelyne zum Couscous im "San Marino", Cagnes-sur-Mer", eingeladen. Unser reservierter Tisch war aber besetzt und Rémy hat den Inhaber, M. Samir, darauf hingewiesen, dass wir ausdrücklich diesen Tisch reserviert haben, worauf dieser den beiden Herren, die sich dort breit gemacht hatten, einen anderen Tisch zuwies. Das Essen war wieder sehr fein und hat den anfänglichen Ärger schnell verblassen lassen.
Auf dem Heimweg baten wir Louis uns beim "Grand Frais" aussteigen zu lassen, damit wir frischen Fisch und Crevetten für den Fischauflauf am Mittwoch kaufen konnten.
14.01.2026 Mittwoch; Villeneuve-Loubet-Plage
Heute haben wir unseren Getränkevorrat aufgefüllt und dann zeitig am Nachmittag mit den Vorbereitungen für den "Fischauflauf" gestartet.
15.01.2026 Donnerstag; Nizza
Für nahezu eine Woche sollte heute der schönste Tag sein - was sich letztendlich bewahrheitet hat. Also haben wir das erste Mal in diesem Winter unsere Räder bereit gemacht und sind auf dem stellenweise erneuerten Radweg nach Nizza gefahren. Dort habe wir Ina und Helmut getroffen und sind gemeinsam zum Mittagessen ins "Mama Mia" spaziert. Auf dem gemeinsamen Rückweg hatte Rémy - was noch nie passiert ist - einen Krampfanfall im rechten Oberschenkel, der sich Dank meinem mitgeführten "Magnesiumstick" schnell verflüchtigte. Wir trennten uns dann, weil Rémy und ich jetzt noch langsamer fahren mussten. Einen zweiten Krampfanfall in beiden Oberschenkeln bekam Rémy dann noch einmal und auch dieser konnte Dank "Magnesiumstick" aufgelöst werden.
16.01.2026 Freitag; St. Laurant-du-Var
Heute also der grosse Tag (für mich). Vor 60 Jahren haben wir (Erich und ich) uns kennengelernt und noch als Kinder wieder aus den Augen verloren. Dank unserem gemeinsamen Freund Andreas haben wir uns vor etwas mehr als einem Jahr in Facebook wieder gefunden und angefreundet. Seither haben immer mal wieder und sporadisch gegenseitig Bilder und/oder Videos gelikt oder kommentiert. So kam es letztendlich zum heuten Treffen. Erich und seine Lebenspartnerin Renate haben uns zum Mittagessen eingeladen. Also sind wir mit dem Bus nach St. Laurant-du-Var gefahren und haben uns dort in seinem Hotel getroffen. Das erste "Live-Treffen" war ganz unkompliziert und sehr herzlich. Wir haben Erinnerungen ausgetauscht uns aber auch über Aktuelles ausgetauscht. Renate blieb im Anschluss im Zimmer und Erich hat uns - über einen Umweg auf die Rennbahn von Cagnes-sur-Mer - zurück auf unseren Campingplatz gefahren.
16.01.2026 Freitag; Rennbahn von "Cagnes-sur-Mer"
Die Rennbahn von Cagnes-sur-Mer gehört zu den zehn grössten in Frankreich. Wir kamen - Dank Erich - zu einer privaten Führung durch die verborgenen "Heiligtümer" des Pferderennsports. In Spitzenzeiten stehen hier bis zu 400 Pferde (Galopper und Traber) im Wert von € 5'000 bis zu € 1 Million. Erich hat aktuell nur noch ein Pferd hier. Sein zweites Pferd hat sich am Montag derart schwer verletzt (Kniescheibe gebrochen) und musste noch vor Ort eingeschläfert werden. Sehr traurig - habe grad Hühnerhaut bekommen, als ich die Röntgenbilder sah.
Sein zweites Pferd, "Amidargent", läuft am Montag, sofern seine Prellung ausgeheilt ist. "Amidargent" hat übrigens einen Prominenten "Boxen-Nachbar". Das Rennpferd von Frankreichs Star-Fussballer Kylian Mbappé ist ein schöner Brauner und hat neugierig seinen Kopf rausgestreckt, als wir "Amidargent" besuchten.
Der Pferderennsport (Galopper und Traber) ist übrigens ein eigener und sehr wichtiger "Industriezweig" in ganz Frankreich, der mindestens 60'000 Leute in verschiedensten Funktionen beschäftigt. Stallpersonal, Pferdepfleger, Unterhaltsarbeiter der Bahnen und Nebenanlagen, Restauration, Securitas, Ärzte (Human und Tier) und viele mehr. Hier in Cagnes-sur-Mer gibt es einen kleinen separaten Boxenteil, wo Pferde, die keine Rennen mehr laufen, stehen. Diese werden hier versorgt und betreut und von einer speziellen Organisation zu Reitpferden "umgeschult". Später wird ein neuer Heimatstall gesucht und das Reitpferd verkauft. Auch PMU - Wettbüro spezialisiert auf Pferdewetten - verdient gut am Pferderennsport und unterstützt unter anderem den Unterhalt von Rennsportanlagen finanziell.
19. Januar 2026 bis 25. Januar 2026
19.01.2026 Montag; Villeneuve-Loubet-Plage
Gestern Abend sind Flavio und Heidi mit ihrem WoMo angekommen und haben sich, auf dem von uns reservierten Platz, installiert. Sie hatten auf ihrer Anreise etwas Pech. Weil der Scheibenwischer nicht mehr funktionierte mussten sie ausserhalb von Turin eine Fiat-Garage ansteuern und hatten Glück, dass das benötigte Ersatzteil rasch (TCS organisiert) geliefert und ausgetauscht werden konnte.
Heute haben wir Ihnen erstmal den Campingplatz und die nächsten Einkaufsmöglichkeiten gezeigt. Am Nachmittag gabs dann bei uns Kaffee und frischen, noch warmen Apfelkuchen aus meinem Minibackofen und wir haben u.a. das "Programm" für die nächsten Tage besprochen.
20.01.2026 Dienstag; Cannes
Der Wind hat ja extrem zugenommen und hat die weissen Schaumkronen auf dem Meer lautstark und mit einer riesigen Gischtwolke am Strand aufschlagen lassen. Ein Spektakel zum Bestaunen der Natur. Der Bus No. 620 führte uns dann souverän - wie immer - an die Endstation beim SNCF- und Bus-Bahnhof in Cannes - unweit des Palais des Festival. Rund um den Festivalpalast sind noch Bauarbeiten im Gange. Die schon fertigen Grünflächen sind jedoch schon jetzt toll anzuschauen. Gegessen haben wir heute im "Bella Storia", weil im New York-New York kein Innenplatz frei war. Die Lasagne Bolognese mit Salat war mega fein.
21.01.2026 Mittwoch; Nizza
Bei strahlendem Sonnenschein sind wir heute mit unseren Rädern nach Nizza gefahren. Nach einer kurzen Einführung an mich - Tourführerin - gings los mit Rémy als "Schlusslicht". Wir sind extrem gemütlich und unterbrochen durch zahlreiche Halts wo wir auf Sehenswertes aufmerksam gemacht haben bis nach dem "#I Love Nizza" und Sicht auf den alten Hafen gefahren. Dort drehten wir dann um und fuhren in die Altstadt, wo wir unsere Räder parkierten und im "Mamma Mia" Pizza essen gingen. Flavio - Hobby Pizzaiolo - hat uns die verschiedenen Pizzaarten und Zutaten sowie die speziellen Tomaten für die Sauce etc. erklärt. Es war wiederum sehr lecker. Auf dem Rückweg hatten wir dann wiederum das Glück, dass wir den A380 beim Starten beobachten konnten. Leiser als manch anderes kleineres Flugzeug. Die vier "Rolls-Royce Trent 900" Triebwerke lassen das grösste Langstrecken-Passierflugzeug mit einer Leichtigkeit in den Himmel erheben - scheinbar auf einer Schiene langsam dahin schwebend - sehr eindrücklich.
Jedes der vier Triebwerke ist rund 32'000 PS stark in beschleunigt den Megaliner bis fast auf Schallgeschwindigkeit. Der Riesenvogel hat eine Spannweite von 79.8 Meter, ist 72.7 Meter lang und 24.1 Meter hoch.
22.01.2026 Donnerstag; Monte Carlo
Gestern habe ich zufällig beim Billetautomaten einen ZOU-Mitarbeiter angetroffen, welcher mich dann beim Lösen des Tickets unterstützte und die günstigste Variante für 6 Personen (hin- und zurück) für unsere heutige Reise nach Monte Carlo empfohlen hat. Eine Person bezahlt den normalen Tarif und jede Begleitperson bezahlt nur € 5.00 für die selbe Reise. Dieses Bonusticket wäre gültig bis nach Ventimiglia oder aber auch bis nach Grasse. So sind wir also bequem für € 45.00, Hin und Zurück, nach Monte Carlo gereist. Heute war nämlich der Start zur diesjährigen Rallye Monte Carlo. Der amtierende Rallye-Weltmeister, Sébastien Ogier, Startnummer 1, möchte seinen Titel verteidigen und die Rallye zum zehnten Mal gewinnen. Was für eine tolle Atmosphäre. Im wahrsten Sinne hautnah am Geschehen und quasi auf "Tuchfühlung" mit den Piloten und ihrer Entourage. Und das alles kostenlos! Irgendwann wurde es langsam etwas lauter, weil einzelne Fahrzeuge gestartet wurden um am Laptop die Werte zu prüfen. Um 14.30 Uhr startete das "Safty Car" mit der Startnummer 0 und ab 14.45 Uhr folgten die einzelnen Gespanne - allen voran Sébastien Ogier - im Minutentakt. Hier und heute ging es in erster Linie um das Vorstellen der einzelnen Teams. Der effektive Rallye-Start war dann später und ausserhalb von Monaco. Diese Rallye hiess früher "Nacht der langen Messer" weil in der Nacht gefahren wird. Lange Messer deshalb, weil die Scheinwerfer die Nacht "durchschnitten" wie ein Messer. Kurz vor dem Start waren einzelne Abschnitte, wo man allzu nah an die Fahrzeuge ran kam, gesperrt und sehr freundliche Security-Mitarbeiter machten hier ihren Job. Der Einlass in die "Fanzone" war übrigens gesichert, wie z.B. an einem Konzert. Rucksäcke und Handtaschen mussten geöffnet werden, mit mobilen Hand-Geräten wurden Personen gescannt aber auch Jackentaschen abgetastet.
Wieder in Villeneuve-Loubet angekommen sind wir vier Schaffhauser auf dem Rückweg zum Camping im "Grand Frais" einkaufen gegangen. Morgen Freitag gibts "Marmitte du Pécheur". Nebst Babykartoffeln und Karotten benötigten wir verschiedenen Fisch und Früchte des Meeres. Dabei waren: Amandes de Mer (Muschelart), Crevetten, Kabeljau-Rücken, Julienne-Rücken, Lachsfilet, Noix de Saint Jacque, Tintenfischstreifen. Den richtigen Wein, die Sahne und die Crème fraiche fanden wir ebenfalls.
23.01.2026 Freitag; Villeneuve-Loubet-Plage
Heute mal Ruhetag - d.h. WoMo-Haushalt und am späteren Nachmittag dann Rüsten für die Marmitte. Es hat allen sehr gemundet. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich die Fotos total vergessen habe ...
26. Januar 2026 bis 1. Februar 2026
26.01.2026 Montag; Rollertour ins Hinterland
Flavio und Heidi haben sich gestern - bei schönstem Wetter - auf den Heimweg über Italien gemacht. Heute hat uns - wie vorhergesagt - die Sonne geweckt und wir konnten Rémys vorbereitete Rollertour unternehmen. Letzten Winter hatten wir uns vorgenommen die vielen Dörfchen separat zu besichtigen. Wir begannen mit "La Gaude". Es liegt auf 24 bis 349 M.ü.M, gehört zum Arrondissement von Grasse, zum Kanton Cagnes-sur-Mer und zur Metropole Nizza. Die rund 7265 Einwohner (Stand Januar 2023) werden als Gaudois bezeichnet. 1962 errichtete IBM hier das "Centre d'études et de recherches IBM".
Unsere Tour führte uns weiter nach Saint-Jeannet, welches ebenfalls nur Metropole von Nizza gehört. Es liegt auf 39 bis 934 M.ü.M. und beherbergt 4'453 Einwohner (Stand Januar 2023). Dieser Ort diente als Kulisse für den Hitchcock-Klassiker "Über den Dächern von Nizza" mit Grace Kelly und Caray Grant. Partnergemeinde ist übrigens "Salvan" im Kanton Wallis.
Unsere letzte Station für heute "Carros". Die mit 13'803 Einwohnern (Stand Januar 2023) grösste Gemeinde auf unserer heutigen Tour. Sie liegt auf 63 bis 945 M.ü.M. - wie so typisch hier - wie auf eine Erhebung geklebt und gehört ebenfalls zur Metropole von Nizza. Bereits in der vorrömischen, eisenzeitlichen Epoche (sechstes bis erstes Jahrhundert vor Christus) war die Gegend um Carros besiedelt. Uns hat dieser Ort am besten gefallen. Alles sauber und sehr gepflegt, nichts Verlottertes was rumliegt. Kleine verschlungene und verwinkelte Gässchen.
Zurück gings dann über Vence, Cagnes-sur-Mer nach Villeneuve-Loubet-Plage.
29.01.2026 Donnerstag; Nizza
Gestern haben wir uns noch ganz spontan mit Ina und Helmut für heute in Nizza verabredet. Ein herrlicher Tag. Wir wurden am Treffpunkt bereits erwartet und gingen erst einmal Essen. Ina hat ein Restaurant entdeckt, in welchem als heutiges Tagesmenü "Couscous" auf der Karte stand. Klar, dass wir dieses ansteuerten. Nachher schlenderten wir durch die kleinen, schmucken Gässchen bis hoch zum Riesenrad, wo wir uns eine grosse Fahrt gönnten. Anfänglich hatte ich persönlich etwas Mühe, weil ich nicht so "Höhenresistent" bin. Die Gondeln waren allerdings fast vollständig geschlossen (Gott sei Dank).
Wir haben uns wie "Statisten" im Film-Klassiker von Alfred Hitchcock "Über den Dächern von Nizza" geführt.
30.01.2026 Freitag; Villeneuve-Loubet-Plage
Heute sind Franz und Kerstin angekommen. Ein grosses Wiedersehen nach zwei Jahren mit ausgiebigem Austausch und Kaffee bei uns. Es hat also alles bestens geklappt, was ich für die beiden organisiert und reserviert habe.
31.01.2026 Samstag; Villeneuve-Loubet-Plage
Leider hat es nicht geklappt, dass wir die "Zürcher" zu uns einladen konnten. Wenn das Wetter gut war, haben wir die Möglichkeit genutzt und sind auf die Piste (Fuss, Rad, Roller) oder waren wetterbedingt in unserem Tiny-Haus beschäftigt. Ganz spontan haben Sie uns für heute dann zu sich eingeladen und ich habe - obwohl es hiess "ja nichts mitbringen" - meinen Apfelkuchen gemacht. Er fand grossen Anklang - trotz anfänglichem "Schimpfen". Roland und Christie kennen "Campen" seit rund 20 Jahren. Angefangen mit Wohnwagen und seit 10 Jahren mit Wohnmobil. Sie haben auch alles verkauft und leben seit vier Jahren in ihrem "Morello". Zwei unkomplizierte, offene und sehr angenehme Persönlichkeiten. Die Zeit verging wie im Flug und wir haben uns sehr gut und über alles Mögliche unterhalten und nebenbei auch Interessantes über ihr WoMo erfahren. So können Sie - Dank Solarzellen auf dem Dach - ungefähr 5 Tage autonom stehen. Ihr WoMo hat Fussbodenheizung, ein grosses Raumbad mit "Zerhacker-WC". Ihr Boiler fasst allerdings nur 5-Liter, diesen können sie (wie wir) auf 70° aufheizen. Während ihrer Zeit hier auf dem Campingplatz haben Sie zwei Mal Strom benötigt um die Batterien wieder aufzufüllen, was 6 Stunden dauert.
01.02.2026 Sonntag; Antibes
Immer am ersten Sonntag eines Monats ist die "Route par bord de mer" zwischen Villeneuve-Loubet-Plage und Antibes gesperrt und bleibt dem "motorlosen Verkehr", Fussgänger, Rollschuhläufer, Scateboard, Rollstuhl und Velo vorbehalten. Entsprechend dem strahlenden Wetter haben auch wirklich viele Leute die Strasse für sich entdeckt. Ein kleines Spaziergang über die "Rotonde" mit Blick auf den "Vieux Port Vauban" von Antibes mit anschliessendem Bummel durch Antibes bevor wir uns nach einem kleinen "Snackhalt" auf den Rückweg machten. Pünktlich um 15 Uhr haben wir auch wieder den startenden A380 gesehen. Seine scheinbare "Schwerfälligkeit" ist beeindruckend. Und während andere Flugzeuge an unserer aktuellen Standort (mitten auf der Strasse) bereits weit oben am Himmel sind, kämpft sich der A380 noch in die Höhe und "schreit fast nach Unterstützung".
2. Februar 2026 bis 8. Februar 2026
02.02.2026 Montag; Villeneuve-Louvet-Plage
Ein Kommen und Gehen. Heute haben sich Roland und Christie verabschiedet. Sie fahren weiter Richtung St. Tropez auf einen Stellplatz. Bei der Verabschiedung noch kurz Kontaktdaten mitgeteilt um ohne Zwang und Druck locker in Kontakt zu bleiben.
03., 4. und 05.02.2026 Dienstag bis Donnerstag; Villeneuve-Louvet-Plage
03.02.2.26, Dienstag: Na - ja - eines wissen wir jetzt ganz bestimmt; auf die Wettervorhersagen ist kein Verlass ! Die Prognosen und das Wetter wechseln fast stündlich und wenn angezeigt wird "Regenprognose = 90%" dann bedeutet das nicht, dass es nahezu den ganzen Tag und ohne Unterbruch regnet sondern dass die Stärke des Regens - gemessen an einem Maximum-Wert - gezeigt wird. So könnte das bedeuten, dass ein Tropfen und 90% heisst, dass wenn es regnet, dass es dann kurz und wie aus Kübeln giesst ... oder so ???
Da die Prognosen für heute nass anzeigten haben wir einen Einkaufstag (Grand Frais) und Waschtag geschaltet. Die Nässe kam dann am späteren Nachmittag und zwar mit einer derartigen Wucht, wie wir es hier noch nie erlebt haben. Einerseits zog ein derart massives und heftiges Gewitter über uns weg, dass bei jedem Donnerschlag unser WoMo erzitterte. Ein Blitzschlag - wir sahen ihn durch die zugezogenen Vorhänge - legte sogar den Fernseher von Louis und Jocelyne lahm. Begleitet wurde das "Gedonner" von extremem Regenfall. Gott sei Dank blieb alles Ganz - auch bei unseren Nachbarn. In Antibes - nur 7 km von unserem Standort entfernt - ging ein derart heftiger Hagelschauer nieder, dass sich die Masse als weisser "Wasserteppich" durch die kleinen Gässchen der Altstadt schlängelte und letztendlich mit Schaufelbaggern zusammengekehrt werden musste. Selbst die Einheimischen bezeichneten dieses Phänomen als sehr aussergewöhnlich.
04.02.2026, Mittwoch: "nach äm Rägä schiint d'Sunnä". Getreu nach diesem Motto (ein Schweizerlied) begrüsste uns am Folgetag die Sonne und die Luft und Fernsicht waren glasklar.
05.02.2026, Donnerstag: Ein Tag durchzogen von Regen - Sonne - Regen - dominiert vom Regen. Also unmöglich etwas zu planen oder zu unternehmen, ohne natürliche Dusche. Ab Abend bis Mitte der Nacht dann wieder heftiger Regen.
06.02.2026 Freitag; Nizza
Wir hatten gestern kurz mit Franz gesprochen und vereinbart, dass wir uns ja heute in Nizza treffen könnten. Das Wetter passte wunderbar und die Sonne lachte mit uns um die Wette. Wir schlenderten nach dem Essen noch durch den "Blumenmarkt". Eine farbenfrohe Pracht, die sich da bestaunen liess. Nebst Zitronen- und Mandarinenbäumchen konnten Schnittblumen aller Art und auch Kakteen bestaunt werden. Leider fiel das gemeinsame Essen mit Kerstin und Franz aus, weil die am Vortag gewaschene Wäsche von Kerstin und Franz - Regen bedingt - einfach nicht trocknen wollte. Sie mussten ihr Vorzelt teilweise abbauen, damit sie ihre Wäsche in die Sonne hängen können. Also lag letztendlich nur ein kurzer Treff drin - wir auf dem Rückweg und sie grad vor dem "Le Negresco" angekommen.
07.02.2026 Samstag; Villeneuve-Loubet-Plage
Heute Besuch von Kerstin und Franz zu Kaffee und meinem "versunkenen Apfelkuchen". Es war ein lustiger und kurzweiliger Nachmittag. Interessante Gespräche über Allerlei was uns so bewegt und sogar ein kleines "Privatkonzert" bereicherten unsere gemeinsame Zeit. Ausserdem fand meine - seit 3 Jahren mitgeführte und bisher nie gebrauchte - Blumenvase heute endlich ihre Bestimmung ! Wir wurden nämlich mit einem herrlichen Strauss Tulpen beschenkt.
Zurück zum Seiteninhalt